Entstehungsgeschichte

1964

fasste  der Kirchenvorstand den Beschluss, in unserer Gemeinde  einen Kindergarten zu bauen und ließ einen Entwurf für einen Neubau erstellen. Wegen mehrmaliger Baustopps von Seiten des Bistums und eines Annahmestopps für die Bezuschussung durch das Land Hessen konnte der Plan nicht verwirklicht werden.

Als beim Land Hessen wieder Anträge eingereicht werden konnten, wurde vom Verwaltungsrat des Bistums entschieden, dass von kirchlicher Seite keine neuen Kindergärten mehr gebaut würden. Die Kirchengemeinde stellte das Baugelände kostenlos zur Verfügung und erklärte sich gleichzeitig bereit, nach Fertigstellung die Trägerschaft zu übernehmen.
Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Kirchen- und Zivilgemeinde im Zentralverband „Kindergarten Oberselters" konnte der Kindergarten gebaut werden.

(Ausschnitt der Eröffnungsrede vom 29.Juni 1974, Bürgermeister Weil)

Die Gesamtkosten, einschließlich Erschließung, Einrichtung und Außengelände betrugen 410.000 DM.

 1974

am 29. Juni war es so weit, Bürgermeister August Weil eröffnete den neu erbauten Kindergarten. Es war, so ist den Presseberichten der  damaligen Zeit zu entnehmen, ein großes Fest, das von der Zivil- und  der Kirchengemeinde gemeinsam gebührend gefeiert wurde. Eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin arbeiteten zu Anfangszeiten in diesem Kindergarten. Im Laufe der Jahre besserte sich der Personalschlüssel, so dass bei 50 Kindern  im Alter von drei bis sechs Jahren zwei Ganztagskräfte und zwei Halbtagskräfte mit einer Praktikantin arbeiteten.

2004

Neuanlage des naturnahen Außengeländes durch Elternaktionen mit Wassermatschanlage, großem Sandspielbereich, Naturbaustelle, Weidentippi, Barfußpfad.

2006  

Zum Erreichen einer hohen Dienstleistungsqualität und zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung wurde im Januar aus dem Kindergarten eine Tagesstätte für Kinder mit der Altersmischung von zwei bis acht Jahren. Damit konnten wir den Betreuungsbedarf der Eltern weitgehend sichern.

Dies bedeutet eine Verlängerung der Öffnungszeiten sowie eine Betreuung mit Mittagsverköstigung. Zusätzlich können nun auch Schulkinder in der Zeit von 12.00 Uhr bis 16.30 Uhr betreut werden. Ebenso besteht die Möglichkeit der Anmeldung von Gastkindern zum Mittagessen.

2007

Erweiterung und Erneuerung des Außengeländes nach Aspekten des Zahlenlandes nach Prof. Preiss in Elternaktionen, ebenso behindertengerechter Ausbau des Eingangsbereiches.

Anlage eines Kneippkräutergartens mit den Kindern im Rahmen eines Jahresprojektes zum Kneipp- Jubiläum der Stadt Bad Camberg.

2008

Einführung§ 8a zum Schutz des Kindeswohles

2009

präsentiert  sich die Einrichtung im Internet unter www. Kita-st-antonius.bad-camberg.de

Einführung der Portfolioarbeit mit Kindern

2010

Im Verlaufe eines Projektes:“ Wer will fleißige Handwerker sehen….“ entstand auf dem Außengelände in der Zusammenarbeit mit Herrn Carsten Pabst ( Ausbilder des handwerklichen Ausbildungszentrums in Limburg) und seinen Auszubildenden ein Fachwerkhaus als Spielhaus auf dem Außengelände der Einrichtung.

2011

Anschaffung einer neuen Schaukelanlage nach Wünschen der Kinder. Die Kosten übernahm zur Hälfte die Stadt Bad Camberg, die andere Hälfte der Kosten wurde durch Basar – und Sponsorengeldern  finanziert.

Fusion der Pfarrgemeinden des pastoralen Raumes Bad Camberg zur Pfarrgemeinde“ St. Peter und Paul“. Die neue Zusammenarbeit der drei Einrichtungen im religionspädagogischen Bereich führte zu einer Bereicherung.

Teamerweiterung durch ehrenamtliche Musikpädagogin und verstärkte musikalische Früherziehung unter dem Motto:“ Kein Tag ohne Musik.“

Umfangreiche Sanierungsarbeiten der Wasserleitungen im Gebäude, Decken und Lampenerneuerung.

2013 

Zusätzliche Angebote von Psychomotorik und Kindertänzen an zwei Nachmittagen in der Woche, Gebäudeinnenrenovierung und Dachsanierung durch Gebäudeeigentümer der Stadt Bad Camberg.

2014 

Neue Projekteinführung: „ Canto Elementar“ Generationsübergreifendes Singprogramm mit Singpaten aus dem MGV und Frauenchor „ Liederkranz“ und mit Senioren aus  der Gemeinde.
Spielerische Gesangsförderung verbindet die Generationen.

Namenspatron - der heilige Antonius

Der heilige Antonius ist nicht nur der Patron der Kirche von Oberselters, sondern auch der Patron der Kindertagesstätte.

Er wurde um 251/252 in Kome in Mittelägypten geboren und war der Sohn wohlhabender christlicher Eltern. Als diese starben, verschenkte Antonius seinen gesamten Besitz und lebte als Einsiedler und Asket in der Wüste. Sein Ruhm verbreitete sich und er sammelte eine Schar Jünger um sich, half Ratsuchenden und Kranken mit seinem Gebet.

Er starb mit 105 Jahren in der Einöde. Seine 561 entdeckten Gebeine wurden um das Jahr 1000 nach Saint-Didier-de-la-Mothe in Frankreich (Bistum Vienne) gebracht. Dort wurde ihm zu Ehren eine Kirche gebaut.

Der heilige Antonius ist der Schutzpatron der Viehhändler, Hirten, Metzger, Korbmacher, Totengräber sowie des Viehs, gegen Feuersnot und Krankheit.

Er wird meist als greiser Mönch mit dem Antoniuskreuz in der rechten und einem Buch in der linken Hand dargestellt. Zu seinen Füßen ein Feuer, ein Drache oder ein Schwein.