Religionspädagogische Perspektiven

Die religionspädagogischen Perspektiven in der religiösen Erziehung und Bildungsarbeit der kath. Kindertagesstätte „ St. Antonius“ Oberselters

Wir sehen die religiöse Erziehung als Begleitung der Kinder in ihren Fragen und Weltdeutungen. So können wir durch die religiöse Erziehung die Kinder anleiten, sich selbst besser kennenzulernen. Die Kinder haben so die Möglichkeit ihre Stärken und Schwächen wenigsten ein Stück weit  erkennen, dass sie Ermutigung erfahren sich selbst anzunehmen  durch Schulung von Selbstvertrauen und Ichsärke.

Kinder lernen durch Beziehung

Beziehung zu anderen:
Kinder lernen in der Gemeinschaft der Kindertagesstätte, im Zusammenleben mit Kindern verschiedener Altersstufen, Gleichaltrigen und Erwachsen. Üben sich in Freundschaft, sich zu versöhnen, Beziehungen bewusst zu anderen gestalten, Regeln einzuhalten und Konflikte auszutragen. Hierzu gehören auch besonders die Beziehungen zu Kindern aus anderen Herkunftsländern und anderen Kulturen Beziehung zur Welt, in der wir leben.
Beziehungen zur Welt, in der wir leben:
Beziehung zur uns umgebenden Welt, zur Natur und zu den menschengemachten Dingen. Dankbarkeit für die Schönheit der Natur durch wöchentliche Wald – und Wiesensafaritage…)

Beziehung zur Zeit:
Das Kirchenjahr strukturiert die Jahreszeit, der Sonntag die Wochenzeit und Gebete die Tageszeit. Zwischen Freispiel und Gruppenaktivitäten werden Zeitrhythmen und Rituale eingeübt.

Beziehung zu Gott:
Biblische Geschichten werden gestaltet und gespielt. Sie werden mit grundlegenden Erzählungen vertraut gemacht und können so ihre eigenen Zugänge entwickeln.
In einem  mit den Kindern, den Eltern, dem Träger und anderen Beteiligten erarbeiteten Leitbild haben wir die Richtung und Ziele unserer religionspädagogischen Arbeit verfasst.


Perlen des Glaubens

Martin Lönnebo, ein schwedischer Bischof, entdeckte auf einer Griechenlandreise zwischen Ikonen, Perlenketten, Rosenkränzen und Kerzen einen neuen Zugang für spirituelle Sehnsucht. Er entwickelte ein Band mit 18 Perlen in unterschiedlicher Größe, Form und Farbe.

 

 

Perlen des Glaubens


Dieses Perlenband ist ein Bild für den menschlichen Lebensweg und birgt in sich Grundaussagen unseres Glaubens.
Sie haben etwas Spielerisches und so fällt es vor allen Kindern leicht, sie in ihre Lebenswirklichkeit einzubauen. Die Perlen schlagen eine Brücke von den abstrakten Themen des Glaubens zu ihren konkreten Fragen. Da sie greifbar und anschaulich sind, haben die Kinder sofort Ideen, was mit ihnen gemeint sein kann. Sie verbinden z.B. mit der roten Perle die Liebe zu ihren Eltern und Geschwistern, mit der blauen Perle Wasser und Urlaub oder bei der Perle der Nacht, die Angst in der Dunkelheit.

Die Perlen des Glaubens ermöglichen somit eine neue Möglichkeit über Gott vieles spannende zu erfahren.

Die Perlen helfen, Gefühle und Erlebnisse in Worte fassen, Gebete zu binden und sie erleben, wie es gut tut, all ihre Sorgen und Erlebnisse Gott mitzuteilen. Jede Perle hat einen Namen und ein Thema, das mit „meinem“ Leben und dem Leben und Handeln Jesu zu tun hat.

Wie wir alle wissen brauchen vor allen Dingen Kinder Rituale, die einem Orientierung geben und helfen ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Mit den Perlen des Glaubens lassen sich solche Rituale leicht gestalten.

Die Kinder der Kindertagesstätte Oberselters kommen mit dieser wunderschönen Methode in den Genuss, regelmäßig und doch sehr spielerisch, etwas über Gott zu erfahren und aktiv zu erleben.