Ziele und Formen unserer pädagogischen Arbeit

Das wichtigste Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist, dass sich Ihre Kinder bei uns wohl fühlen und glücklich sind. Wir möchten, dass ihre Kinder gerne die Einrichtung besuchen und dort viel erfahren. Wichtig ist auch das soziale Lernen. Vertrauen zu sich selbst und zu Anderen gewinnen. Lernen, Wünsche und Gefühle auszudrücken und Konflikte zu lösen.
Und dass es schön ist, zusammen zu lachen, zu feiern, zu singen, zu spielen und mutig sein, die Welt zu entdecken.

 

Eingewöhnung/Beobachtung und Dokumentation

Beim Aufnahmegespräch wird die Leiterin auf die Wichtigkeit einer schrittweisen individuellen Eingliederung hinweisen und mit den Eltern Lösungen durchsprechen. Wir gestalten die Aufnahmen so, dass allen Beteiligten Zeit bleibt, sich in die neue Situation hinein zu finden und neue Beziehungen allmählich aufzubauen. Für diese Phase sollten die Eltern genügend Zeit einplanen.

Die Kinder und die individuelle Förderung ihrer Stärken und Talente stehen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Beobachtung und eine darauf aufbauende Lern- und Bildungsdokumentation nehmen dabei durch unsere für jedes Kind individuell angelegten Portfolios einen zentralen Stellenwert ein.

Durch zusätzliche, selbst ausgearbeitete Entwicklungsbögen haben wir die Möglichkeit, jedes einzelne Kind ressourcenorientiert zu fördern, die Fähigkeiten und Kompetenzen des einzelnen Kindes vergleichend zu erfassen, um zum Beispiel Entwicklungsauffälligkeiten schon frühzeitig zu erkennen.

Diese Beobachtungen, bezogen auf den Verlauf der Entwicklung des Kindes, dienen auch als Grundlage für Entwicklungsgespräche mit Eltern.

Beobachtungen und Dokumentationen sind für uns die Voraussetzungen für eine gelingende Bildungsarbeit.

Berücksichtigung der Lebenssituation jedes einzelnen Kindes/ interkulturelle Offenheit

Unsere Gesellschaft ist multikulturell. Diese Vielfalt ist nichts ungewöhnliches mehr und gehört zum normalen Alltag.

In unserer Tagesstätte wird Fremdes in seiner Andersartigkeit wertgeschätzt und integriert. Es bietet die Chance eines annähernden und verstehenden Umganges miteinander.

Partizipation, Eigen- und Mitverantwortung/Aufbau von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl/Förderung der Selbständigkeit

Im Vordergrund steht für das Kind, sich selbst zu entdecken, zu erkennen und zu verstehen.

Im Sinne einer so verstandenen ganzheitlichen Persönlichkeitserziehung entwickelt sich ein grundlegendes positives Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Wenn ein Kind sich bejaht und geliebt fühlt, werden seine vielfältigen Grundfähigkeiten zur Entfaltung kommen.

Durch eigene Erfahrungen soll es bei uns lernen, sich selbst einzuschätzen und zu entwickeln. Kinder sind schon sehr früh in der Lage, bei Angelegenheiten, die sie betreffen, mit zu entscheiden. Durch Kinderkonferenzen und zum Beispiel durch viele Gespräche und Befragungen (Essensbefragung für den Cateringservice, Mitgestaltung des Tagesablaufes, Mitplanung und Mitentscheidung bei Projekten, Gestaltungsprojekt „Außenanlage" und vieles mehr) wird diese Eigenverantwortung gefördert.

Die altersgemischte Gruppe

In einer altersgemischten Gruppe von zwei bis acht Jahren erhalten die Kinder ein vielfältiges soziales Anregungspotential, aufgrund der breiten Entwicklungsspanne, ähnlich wie in der familiären Geschwistersituation. Davon profitieren besonders Kinder, die ohne Geschwister aufwachsen. Soziale Fähigkeiten entfalten sich nur im sozialen Miteinander. Diese Entwicklung vollzieht sich vom „ICH" zum „WIR".

Der situationsorientierte Ansatz/Projektarbeit

Der situationsorientierte Ansatz ist immer aktuell und bietet die Möglichkeit dem erlebnis-, gedanken- und handlungsbezogenen Lernweisen Rechnung zu tragen sowie auf dem vorhandenen Erfahrungsbereich aufzubauen. So hat jedes Kind die Möglichkeit im Rahmen seiner Fähigkeiten sich zu verwirklichen.

Ausgangspunkt der Projektarbeit ist die Orientierung an der Lebenssituation, den Interessen, Wünschen, Bedürfnissen und Erfahrungen der Kinder.

Für uns bedeutet dies in der pädagogischen Arbeit, dass das Projekt in den situationsorientierten Ansatz als pädagogische Basis integriert ist.

Bewegungsfreude/Naturverbundenheit/Körpererfahrung spielerisch erleben

 Kinder bewegen sich, ausgelassen, tobend und immer zum eigenen Vergnügen.

In unserer Einrichtung haben sie mehrmals am Tag die Gelegenheit, ihren großen Bewegungsbedürfnissen, wie zu rennen und zu springen, nachzukommen

Umgesetzt wird dies unter anderem durch regelmäßige, zeitlich festgelegte Bewegungsangebote im eigenen Turnraum.

Die differenzierte Raumgestaltung und -planung (Hängematte oder Flur) ist Teil dieser Bewegungserziehung. Ebenso steht der Turnraum in der Freispielzeit den Kindern als Bewegungsbaustelle zur Verfügung.

Auch der Außenbereich hat eine große Bedeutung. Hier werden die Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten noch mehr herausgefordert.

Der Reiz des Draußenspielens lässt die Kinder unseren Garten als Lehr-, Spiel-, Bewegungs und Erlebnisort empfinden.

Die wöchentlichen Wald- und Wiesensafaritage sind ein fester Bestandteil in der Natur- und Umwelterziehung unserer Einrichtung.

Die Welt der Sprache

Je mehr das Kind zum aktiven Sprechen aufgefordert und herausgefordert wird, desto größer wird der Sprachschatz sein.

„Sprache" bestimmt den ganzen Tag, bei Tisch, beim Spielen, beim Basteln, beim Lesen, beim Wickeln, beim Kommen und beim Gehen.

Bilderbuchbetrachtungen, Lieder und Geschichten gehören zu den wirksamsten Formen der Sprachförderung. Fingerspiele, Reime, Tischspiele, Bewegungs- und Kreisspiele, Rhythmikangebote, Wortspielereien gehören zum Alltag unserer Pädagogik. Wir beziehen die Kinder mit ein und gestalten dies im Dialog miteinander. Damit eröffnen sich für das Kind besonders vielfältige Lernchancen.

Sprache ist nicht nur das gesprochene Wort, Sprache ist Kommunikation.

In unserer Kindertagesstätte vermitteln wir den Kindern Spaß an der Sprache und Freude am Sprechen und unterstützen sie somit in ihrer Entwicklung. Auch treffen wir uns wöchentlich zur „Wortspielgruppe" als zusätzliches Sprachförderangebot.

Förderung von Phantasie und Kreativität/Schaffung von Lernanreizen zum eigenen Experimentieren, Forscherdrang und Entdeckungslust

Fantasie und Kreativität sind natürliche Eigenschaften von Kindern und durchziehen alle ihre Lebenssituationen.

Kinder setzen sich uneingeschränkt und fantasievoll mit den Materialien auseinander und beurteilen weniger als Erwachsene, ob daraus etwas entsteht. Sie gehen mit allen Sinnen und mit ihrem ganzen Körper ans Werk.

Das Erlebnis ist wichtiger als das Ergebnis

Unverzichtbare Materialien sind Sand und Wasser, Knetmasse, Kleister, Farben, Papier sowie alle natürlichen Stoffe wie Steine, Stöcke und Blätter. Es gehört aber auch Musik und die Verkleidungskiste dazu. Im Rollenspiel der Kinder wird dann aus Knete Brot, das in der Puppeneckenbäckerei zum Verkauf angepriesen wird, der Regenwurm hat Geburtstag und die Schnecke bekommt Besuch, die Matschbahn wird zum Sandmeer und die Kinder werden zu Piraten. Bei den Waldtagen wird ein ausgehöhlter Baumstumpf zur Hexenküche und das weiche Moos zum Waldsofa.

Das Raum- und Materialangebot ist in unserer Einrichtung so konzipiert, dass jedem Kind die verschiedensten Entwicklungsanreize geboten werden.

Mit dieser Bereitstellung werden der natürliche Tatendrang und die Neugier auf Neues unterstützt und angeregt. Das Angebot reicht von selbst gemachten Farben, selbst gemachter Knete, Ton, über Regelbrettspiele, Experimentiertische, Wassermatschanlage, Mikroskope, Magnete, bis hin zu Farbtäfelchen und vielem mehr.

Um noch stärker als bisher auch auf physikalisches, chemisches und elektronisches Wissen einzugehen und um dies den Kindern kindgerecht zu erklären, haben sich Eltern, Großeltern und Mitglieder der Gemeinde bereit gefunden uns zu unterstützen.

 Sing-, Musizier- und Tanzkreise/Feste und Feiern

Kinder haben Freude daran, Geräuschen, Tönen und Klängen aus ihrer Umgebung zu lauschen, sie selbst zu produzieren sowie die Klangeigenschaften von Materialien zu erforschen.

Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.

Für uns bedeutet das, die Kinder immer wieder durch gemeinsame Sing- und Morgenkreise zum Singen zu ermutigen, ihnen die Möglichkeit zu geben, verschiedene Instrumente kennen zu lernen und auszuprobieren.

Ein besonderes Fest ist für jedes Kind die eigene Geburtstagsfeier in der Kindertagesstätte.

Ein festlich gedeckter Geburtstagstisch mit Kerzen, ein Geburtstagsthron und eine Krone, ein Geschenk sowie von dem Kind selbst gewählte Lieder und Spiele sind ein fester Bestandteil unseres Geburtstagsrituals. Wichtig für das Geburtstagskind ist, den Ablauf des Vormittages mitzugestalten und eigenständig zu entscheiden, was es zum Essen gibt, welche Kinder neben ihm sitzen und ob wir drinnen oder draußen spielen.

Feste sind in unserem Jahreskreis immer etwas Besonderes und bieten die Gelegenheit, Kontakte zwischen Eltern untereinander und Erzieherinnen zu intensivieren und gleichzeitig Bräuche und Traditionen anderer Länder kennen zu lernen und weiterzugeben. Feste werden von den Eltern unterstützt und mitgestaltet. Zu großen Festen wie dem Sommerfest ist es schon Tradition unserer Einrichtung, die gesamte Gemeinde sowie Träger und Bürgermeister daran teilhaben zu lassen.